If we think about the way we see, paradoxically, we encounter new views.
Sven Scharfenberg looks around in the urban scenery. His gaze sticks to scenes which escape collective consciousness, consciously or unconsciously. He looks at them and presents stagings of everyday life. Everyday life itself is thematised and thus we see, what keeps it going. We see scenes and characters in change, scenes and characters in transition. Constructions sites and works of different types appear.
It feels as if a gap in the surface of the everyday life appears.
We look closer, but we shouldn’t be fooled. As much as we’re faced with a claim of realism, his places are symbolically charged. Curtains, stairs, windows that lead to nowhere and soda machines are presented next to critically and politcally charged observations.
If we look around the city now, what do we see? Do we see an unfiltered everyday-life?
Surely not. It’s safe to say that we see an image. We see an image that gives as a new image of the everyday life and we see and image, that gives us a new image of our own gaze.

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Denken wir darüber nach, wie wir schauen, eröffnen sich paradoxerweise unumgänglich neue Blicke.
Sven Scharfenberg schaut sich im städtischen Raum um. Der Blick bleibt dabei an Szenen hängen, die dem kollektiven Bewusstsein entgehen, bewusst oder unbewusst. Er schaut hin und präsentiert Inszenierungen des Alltags. Der Alltag selbst wird thematisiert und wir sehen so, was unseren Alltag am Laufen hält. Wir sehen Szenen und Figuren im Wandel, Szenen und Figuren im Transitstadium. Baustellen und Arbeiten jeglicher Art tauchen auf.
Es fühlt sich an, als ergebe sich eine Lücke in der Oberfläche des Alltags.
Wir schauen hin. Wir sollten uns aber nicht in die Irre führen lassen.
So sehr wir hier einem Realitätsanspruch begegnen, sind die Orte symbolisch aufgeladen und die Gesichter künstlerisch entfremdet. Vorhänge, Treppen, Fenster ins Nichts und Getränkeautomaten stehen spielerisch neben kritischen und politisch aufgeladenen Beobachtungen.
Schauen wir uns nun in der Stadt um, was sehen wir? Sehen wir nun einen ungefilterten Alltag?
Sicherlich nicht. Sicher ist, dass wir ein Bild sehen, klar. Wir sehen ein Bild, das uns ein neues Bild vom Alltag gibt und wir sehen ein Bild, das uns ein neues Bild unseres Blicks gibt.

text by Lucas Hansen, MA

 

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